Das große Schweigen – warum ich über Sexualtherapie im Pinzgau gesprochen habe
- Valentina Granata

- 8. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Vor kurzem durfte ich im Platzhirsch Magazin über ein Thema sprechen, das mir in meiner Arbeit sehr wichtig ist: Sexualität, sexuelle Schwierigkeiten und die große Scham, die damit oft verbunden ist.
Der Artikel trägt den Titel „Das große Schweigen – Sexualität im Pinzgau“ und greift auf, was ich in meiner Praxis immer wieder erlebe: Viele Menschen leiden lange im Stillen, bevor sie sich Unterstützung holen. Es geht um Themen wie Lustlosigkeit, Schmerzen beim Sex, Erektionsprobleme, Unsicherheit im eigenen Körper oder das Gefühl, in der eigenen Sexualität „nicht richtig zu funktionieren“.
Warum mir dieses Thema so wichtig ist
Sexualität ist ein sehr persönlicher Bereich. Gerade deshalb fällt es vielen schwer, darüber zu sprechen, wenn etwas belastend ist. Scham, Unsicherheit oder die Angst, nicht verstanden zu werden, führen oft dazu, dass Menschen ihre Schwierigkeiten lange mit sich allein ausmachen.
Dabei sind sexuelle Schwierigkeiten keine Seltenheit. Viele Frauen, Männer und Paare erleben im Laufe ihres Lebens Phasen, in denen Sexualität mit Druck, Schmerz, Rückzug oder Verunsicherung verbunden ist. Im Artikel wird beschrieben, dass Sexualität nie isoliert betrachtet werden kann, sondern im Zusammenhang mit Körper, Psyche und Beziehung steht. Auch Stress, Leistungsdruck, frühere Erfahrungen oder körperliche Erkrankungen können das sexuelle Erleben beeinflussen.
Sexualtherapie ist mehr als Problemlösung

Mir ist wichtig, Sexualtherapie nicht nur als Behandlung von „Störungen“ zu verstehen. Natürlich können konkrete Themen wie Vaginismus, Vulvodynie, Lichen sclerosus, Endometriose, Erektionsprobleme oder Veränderungen nach Prostatakrebs Platz haben.
Gleichzeitig geht es in der Sexualtherapie oft um viel mehr: um Selbstwahrnehmung, Sicherheit im eigenen Körper, Scham, Grenzen, Bedürfnisse und die Frage, wie wieder ein stimmiger Zugang zur eigenen Sexualität entstehen kann.
Es geht nicht darum, zu funktionieren.Es geht darum, sich selbst besser zu verstehen.
Der erste Schritt darf klein sein
Viele Menschen warten sehr lange, bevor sie sich Hilfe holen. Oft nicht, weil der Leidensdruck gering ist, sondern weil die Hemmschwelle groß ist. Der erste Schritt besteht manchmal nicht darin, schon genau erklären zu können, was los ist.
Manchmal reicht ein Satz wie:
„Da gibt es ein Thema, über das mir das Sprechen schwerfällt.“
Genau dafür kann ein geschützter therapeutischer Raum hilfreich sein.
Den Artikel lesen
Der Beitrag im Platzhirsch Magazin macht sichtbar, wie wichtig es ist, über sexuelle Schwierigkeiten zu sprechen – behutsam, respektvoll und ohne Bewertung.
Erschienen im Platzhirsch Magazin (Sommer 2026). Text: Silke Burgsteiner, Fotos: Platzhirsch.




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